Voice-over-IP
Während 1996 im Oststadt-Funknetz meine Voice-over-IP (VoIP) Nutzung noch
neben einem ISDN-Anschluß für Telefonie ins öffentliche Festnetz statt
fand, begann 2000 mit der Anschaffung eines Hardware-IP-Telefons der
Übergang hin zu reiner IP-Telefonie. 2001 startete dann der Verein
IN-Ulm e.V. sein VoIP-Projekt und installierte einen Übergang ins Festnetz.
So konnte ich in meiner Münchener Wohnung, die über einen ADSL-Anschluß
mit ebenfalls vom Verein durchgetunnelten statischen IP-Adressen verfügte,
bereits vollständig auf ISDN verzichten. Telefonie zu anderen VoIP-Nutzern
erfolgte völlig kostenlos übers Internet, die Verbindung von und nach
Extern wurde über das Vereins-Gateway hergestellt.
Dieses System baute ich mit dem Umzug nach Neu-Ulm noch einen Schritt weiter
aus, sodaß die Wohnung über keinerlei Kabelzuführung von der Telekom
mehr verfügt, also weder Kabel-TV-Anschluß noch eine Kupferdoppelader
zur Telefonie, sondern vielmehr IP über Funk vom Verein bezogen wird
und meine Telefonie IP-basiert abgewickelt wird.
Dadurch konnte in der Wohnung auf parallele Verkabelung ISDN/IP verzichtet
werden und die Flexibilität, die IP-Telefone bei vorhandener guter
TP-Infrastruktur bietet, ist enorm. Ein Telefon ist innerhalb von
Sekunden von einem Zimmer ins andere umgezogen, ohne daß Konfigurationsaufwand
oder Umpatchen nötig wäre und auch Schnurlos-Telefonie ist gar kein Problem.
Im Urlaub tunnelt man sein Wohnungsnetz einfach an den Zielort durch,
schließt eines der Telefone hinter dem Gateway an und schon ist man unter
der bekannten Festnetznummer erreichbar.
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